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Die spezifische Immuntherapie (SIT), auch als Hyposensibilisierung oder Allergie-Impfung bezeichnet, ist laut Weltgesundheitsorganisation (WHO) die einzige Behandlungsform, die den Verlauf allergischer Erkrankungen positiv beeinflussen und in vielen Fällen Allergien sogar heilen kann. Die spezifische Immuntherapie steht in Form von Tabletten, Spritzen oder Tropfen zur Verfügung. Ziel der spezifischen Immuntherapie ist es, eine Toleranz des Körpers gegenüber den Allergieauslösern zu erzeugen. Dafür werden dem Körper Allergene zugeführt. Durch moderne, molekular definierte Allergenpräparate konnte der Therapieerfolg weiter gesteigert werden. Mit einer sehr hohen Erfolgsquote profitiert heute die Mehrzahl aller Behandelten auch noch Jahre nach Beendigung von der Therapie. Zusätzlich kann das Auftreten weiterer Allergien verhindert werden. Vor allem bei allergiekranken Kindern kann darüber hinaus das Asthmarisiko stark herabgesetzt werden. Für die SIT konnte für einige Präparate eine vorbeugende Wirkung gezeigt werden. Idealerweise wird die spezifische Immuntherapie über einen Zeitraum von drei Jahren durchgeführt. In den meisten Fällen verbessern sich die allergischen Beschwerden bereits nach einem Jahr deutlich. Der Allergiker benötigt dann sehr viel weniger oder gar keine symptomatischen Arzneimittel und hat viel weniger Symptome.
 

Es hat sich gezeigt, dass der Therapieerfolg umso größer ist, je früher im Krankheitsverlauf mit einer spezifischen Immuntherapie begonnen wird. Sie ist bereits bei Kindern ab fünf Jahren möglich.
 

Mit der spezifischen Immuntherapie können Heuschnupfen und allergisches Asthma, ausgelöst durch Pollen, Hausstaubmilben, Tierhaare, bestimmte Schimmelpilze sowie Allergien auf Insektengifte behandelt werden