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Subkutane Immuntherapie

 

Die subkutane Immuntherapie ist in Deutschland die am weitesten verbreitete Form der spezifischen Immuntherapie, die zur Behandlung von Pollen-, Milben-, Tierhaar-, Schimmelpilz- und Insektengiftallergien zur Verfügung steht.

In Studien konnte gezeigt werden, dass die hohe Wirksamkeit dieser Behandlungsform auch nach Therapieende bestehen bleibt. Bei der subkutanen Immuntherapie mit Milbenpräparaten konnte die Prävention von Neusensibilisierungen, mit Baumpollen- und Gräser-Roggen-Präparaten, die Asthmaprävention nachgewiesen werden.

Die Therapie erfolgt in zwei Schritten. In der Anfangs- oder Aufdosierungsphase erhält der Allergiepatient in der Regel wöchentlich eine Injektion über einen Zeitraum von z.B. fünf Wochen. Dabei steigert der Allergologe die anfangs niedrige Dosis behutsam und schrittweise auf eine Höchstdosis. Diese kann von Patient zu Patient variieren. Das einzuschätzen fordert Sachverstand und Erfahrung, daher sollte diese Behandlung ausschließlich von einem Allergologen durchgeführt werden.
 

Nach der Aufdosierungsphase folgt die Fortsetzungsbehandlung. Bei dieser muss der Patient zumeist nur noch alle vier bis acht Wochen in die Praxis kommen, um seine Injektion zu erhalten. In dieser Therapiephase "lernt" das Immunsystem, langfristig auf das Allergen normal zu reagieren. Um den Therapieerfolg sicher zu stellen, sollte die Behandlung konsequent über drei Jahre erfolgen.