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Hausstaubmilbenallergie

 

Die Hausstaubmilben sind mit 30 Prozent - nach den Pollen - die zweithäufigsten Auslöser für allergische Atemwegserkrankungen. Diese machen sich zuerst durch Husten, Niesen, Kopfschmerzen und eine tropfende Nase am Morgen bemerkbar. Unbehandelt kann die Allergie auf die unteren Atemwege übergreifen und Atemnot und Asthma verursachen. Hausstaubmilben sind winzig kleine Spinnentiere, die sich unter anderem von den abgefallenen Schuppen unserer Haut ernähren und im Hausstaub vorkommen. Sie benötigen eine feuchtwarme Umgebung und leben bevorzugt in Matratzen, Kopfkissen und Decken.

 

Tipps Hausstaubmilbenallergie

 

Aber auch in Teppichen, Sofas, Gardinen und Stofftieren fühlen sie sich wohl. Hausstaubmilben völlig aus dem Haushalt zu verbannen ist schier unmöglich. Aber nachfolgende Tipps helfen, die Milbenbelastung zu reduzieren.
 

  • Sanieren Sie Ihr Schlafzimmer und verbannen Sie alle Staubfänger wie Stofftiere, Teppiche, Felle, textilbezogene Sofas, offene Regale, Pflanzen, Textiltapeten sowie Luftbefeuchter.

  • Um die Milbenausbreitung im Bett zu mindern, helfen milben- und allergendichte Bezüge für Matratzen. Achten Sie beim Einkauf darauf, dass die angegebene Porengröße der Bezüge 1,0 µm nicht überschreitet und das Material wasserdampfdurchlässig ist.

  • Da Hausstaubmilben trockene Hitze nicht vertragen, kann die regelmäßige Verwendung einer elektrischen Heizdecke deren Anzahl und Verbreitung reduzieren.

  • Ihr Schlafzimmer sollte gut gelüftet und trocken sein und eine maximale Temperatur von 16 – 18 Grad haben. Stellen Sie sicher, dass es frei von Schimmelpilzbefall ist.

  • Tragen Sie nachts einen Schlafanzug. So verhindern Sie, dass die Hautschuppen direkt in das Bett gelangen.

  • Um nicht zusätzliche Haar- und Hautschuppen ins Schlafzimmer zu tragen, sollten Sie sich dort weder kämmen noch entkleiden.

  • Waschen Sie Ihre Kleidung und das Bettzeug mindestens eine Stunde bei wenigstens 60 Grad.

  • Um die Milben in Stofftieren abzutöten, stecken Sie diese 24 Stunden in die Gefriertruhe.

  • Lassen Sie Ihre Matratze einmal im Jahr reinigen und tauschen Sie diese alle zehn Jahre aus. Seien Sie beim Reinigen aller Bettteile besonders gründlich.

  • Übertragen Sie das Staubsaugen und -wischen einer anderen Person. Besorgen Sie einen Feinstaubfilter für Ihren Staubsauger und erneuern Sie diesen regelmäßig.

  • Verzichten Sie nach Möglichkeit auf Haustiere: Diese verlieren Haut- und Haarschuppen und geben den Milben so weitere Nahrung. Außerdem besteht die Gefahr, dass Sie sich zusätzlich eine Tierhaarallergie zuziehen.

  • Bei der Urlaubsplanung sollten Sie nach Hotels fragen, die Zimmer für Allergiker anbieten.

  • Verzichten Sie auf das Rauchen. Der Zigarettenrauch reizt Ihre Atemwege und erleichtert den Allergenen den Angriff auf Ihre Schleimhäute.