Nahrungsmittelallergie
Nahrungsmittelallergien nehmen stetig zu. Von den rund 30 Millionen Allergikern leiden etwa 20 Prozent an Nahrungsmittelallergien. Sie reagieren mit einer heftigen allergischen Reaktion auf den Verzehr bestimmter Nahrungsmittel.
Zu den häufigsten Beschwerden gehören:
- Quaddelbildung (Urtikaria),
- Augen- und / oder Gaumenjucken,
- Halskratzen,
- Lid- und oder Lippenschwellung,
- Bauchschmerzen, Übelkeit, Durchfall, Erbrechen
- Husten und Atemnot und
- Kreislaufreaktionen bis zum allergischen Schock.
Die Suche nach den Allergieauslösern in der Nahrung ist wahre Detektivarbeit. Ihre Eigenbeobachtung ist unverzichtbar und das Führen eines Nahrungsmitteltagebuchs sehr hilfreich. Zusätzlich hilft ein Hauttest durch einen auf Allergien spezialisierten Facharzt, den Allergologen, um die Allergieauslöser aufzuspüren.
Auch die so genannte Auslassdiät kann bei der Suche nach den Allergenen in der Nahrung helfen. Besteht der Verdacht, dass Sie auf ein oder mehrere Nahrungsmittel allergisch reagieren, so werden diese in einer entsprechend zusammengestellten Auslassdiät unter ärztlicher Anleitung für einen Zeitraum von drei bis fünf Tagen vom Speiseplan gestrichen. Besteht ein Zusammenhang zwischen den weggelassenen Nahrungsmitteln und den Krankheitssymptomen, so werden die Beschwerden während der Diät verschwinden. Danach werden die Nahrungsmittel wieder nacheinander in den Speiseplan aufgenommen. Auf diese Weise kann die Allergieursache festgestellt werden. Diese Provokationstestung sollte unter ärztlicher Aufsicht stattfinden, um mögliche Schockreaktionen sofort behandeln zu können.
Folgende Nahrungsmittel lösen häufig Allergien aus:
Tierische Nahrungsmittel:
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Kuhmilch und Molkereiprodukte
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Hühnereier
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Fisch, vor allem Kabeljau
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Krustentiere wie Garnelen, Krabben, Shrimps
Pflanzliche Nahrungsmittel
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Hasel- und Erdnüsse, Sesam
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Äpfel, Kiwis, Bananen
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Sellerie, Karotten, Paprika, Soja und Soja-Produkte wie Sojamilch,-joghurt, -diätpulver
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Weizen
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Gewürze
Pollenassoziierte Nahrungsmittel-Allergie
Allergien werden sehr häufig durch Eiweiße (Proteine) ausgelöst. Teile dieser Proteine sind sich in ihrer Struktur häufig verblüffend ähnlich – gleichgültig ob sie in Lebensmitteln oder Pollen vorkommen. Das hat zur Folge, dass viele Menschen, die an einer Pollen-, Hausstaubmilben- oder Latexallergie leiden, bestimmte Lebensmittel nicht vertragen. Denn Nahrungsmittelallergien treten häufig als Folge einer bereits bestehenden Allergie auf. Mediziner sprechen dann von einer Kreuzallergie. Bereits 60 Prozent der Heuschnupfenpatienten leiden an solchen Kreuzallergien. Bei ihnen tritt nach dem Genuss bestimmter Speisen ein unangenehmes Kribbeln und Brennen von Lippen, Gaumen und Rachen auf.
