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Schimmelpilzallergie

 

Schimmelpilze bestehen aus einem Geflecht mikroskopisch kleiner Fäden. Zur Vermehrung bilden sie Sporen, die an die Luft abgegeben und vom Wind weiterverbreitet werden. Diese Pilzsporen oder auch manchmal Bruchstücke von Schimmelpilzorganismen können, wenn sie eingeatmet werden, allergische Reaktionen auslösen. Eine hohe Luftfeuchtigkeit fördert das Wachstum der Pilze. Daher ist ihre Verbreitung in Wohnräumen umso höher, je wärmer und feuchter es dort ist. Im Spätsommer ist die Sporenbelastung der Luft am höchsten. Die durch Schimmelpilzsporen ausgelösten Krankheitssymptome können sowohl ganzjährig als auch saisonal auftreten. Diese Symptome sind sehr zahlreich. Sie reichen von Schnupfen, Husten, Niesanfällen, Nesselfieber bis hin zu Asthma und akuter Atemnot.

Sie können Ihre Allergietherapie unterstützen und Ihr Allgemeinbefinden verbessern, wenn Sie den Kontakt mit Schimmelpilzen vermeiden.

 

Tipps Schimmelpilzallergie

 

Folgende Tipps helfen Ihnen dabei:
 

  • Kühlt die Wohnung aus, fördert das die Ausbildung von feuchten Wänden. Stellen Sie die Heizung daher niemals ganz aus.

  • Regelmäßiges, kurzes Stoßlüften sorgt für frische Luft und verhindert das Auskühlen der Wände und hält den Wärmeverlust gering. Dauerhaft gekippte Fenster führen dagegen nicht zum gewünschten Luftaustausch in der Wohnung.

  • Sorgen Sie nach dem Baden oder Duschen für gute Durchlüftung nach draußen.

  • Belüftungs- und Klimaanlagen sind ideale Wohnstätten für Schimmelpilze, und sie sorgen überdies für die Verbreitung ihrer Sporen. Verzichten Sie daher nach Möglichkeit darauf.

  • Schimmelpilznester entstehen häufig hinter Kacheln, Verkleidungen und Einbauten. Suchen Sie bei Verdacht gezielt danach, und legen Sie die Stellen trocken.

  • Damit die Luft im Wohnraum zirkulieren kann, sollten Möbel ausreichend Abstand zu den Wänden haben.

  • Einige Schimmelpilze leben bevorzugt in Blumenerde. Daher sollten Sie Blumentöpfe aus der Wohnung entfernen.

  • Sollten sich in Ihrer Wohnung Gegenstände befinden, die von Schimmel befallen sind, entfernen Sie diese oder behandeln Sie sie mit geeigneten Mitteln aus der Apotheke oder Drogerie.

  • Sollten Sie bereits einen „Stockschwamm“ in Ihrer Tapete haben, helfen nur Fachleute. Geeignete Anschriften erhalten Sie vom Bundesverband Schimmelpilzsanierung e.V.

  • Verzichten Sie auf Rasenmähen oder das Umsetzen des Komposthaufens, bzw. beauftragen Sie jemanden damit. Denn dabei werden große Mengen an Pilzsporen aufgewirbelt.

  • Verzichten Sie auf das Rauchen. Der Zigarettenrauch reizt Ihre Atemwege und erleichtert den Allergenen den Angriff auf Ihre Schleimhäute.

 

Wenn Sie an einer Schimmelpilzallergie leiden, beachten Sie bitte auch folgende Hinweise in Bezug auf Nahrungsmittel:
 

  • Vermeiden Sie Fertigprodukte und bevorzugen Sie selbst hergestellte Speisen.

  • Obst und Gemüse sollten Sie vor dem Essen schälen.

  • Häufig ist gedünstetes Obst und Gemüse besser verträglich als Rohkost.

  • Nahrungsmittel sollten Sie in geschlossenen Behältnissen aufbewahren, um den Kontakt mit den Pilzsporen zu reduzieren.

  • Auch Obst und Gemüse sollten Sie gut verpackt im Kühlschrank aufbewahren.

  • Angeschimmelte oder verschimmelte Lebensmittel gehören in den Abfall. Essen Sie nichts davon (z.B. Brot, Käse, Saft).