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Was für Symptome treten auf, wenn man gegen Insektengift
allergisch ist?
Um lebensbedrohliche Situationen zu vermeiden, ist es wichtig,
erste Warnsignale zu erkennen und ernst zu nehmen:
- Wenn allergische Symptome sehr schnell
auftreten (innerhalb von Sekunden bzw. Minuten nach dem
Stich).
- Wenn die Schwellung um die Einstichstelle
unnatürlich groß wird (mehr als 10 cm) und länger als 24
Stunden anhält.
- Wenn Symptome auch an anderen Körperstellen
auftreten: starker Juckreiz und Rötung am ganzen Körper
(Nesselsucht), Schwellungen im Gesicht und am Hals, Schnupfen,
tränende Augen sowie Schwindelgefühle und Herzrasen, Übelkeit
(bis zum Erbrechen), Atemnot sind charakteristisch für eine
fortgeschrittene Insektengiftallergie.
- Kommt es gar zum gefürchteten "anaphylaktischen
Schock" mit rapide abfallendem Blutdruck, Ohnmacht und Kollaps,
kann dies ohne sofortige ärztliche Hilfe sogar tödlich enden.
Meist gehen diesem Extremfall folgende Symptome voraus:
Brennen und Jucken an Handflächen, Fußsohlen, im Rachenraum
und an der Zunge, begleitet von heftigen Atembeschwerden,
Hitzewallungen und Schwäche- sowie starke Angstgefühle.
Treten nach einem Bienen-, Wespen-, Hummel- oder Hornissenstich
Beschwerden auf, die über eine kurzfristige Schwellung und Rötung
hinausgehen, sollten Sie auf alle Fälle einen Arzt aufsuchen.
Der Allergologe kann einfach und präzise eine Insektenstichallergie
erkennen und die für Sie richtige Behandlung auswählen.
Nachdem bei mir eine Katzenhaarallergie diagnostiziert
wurde, musste ich meine Katze abschaffen. Trotzdem hatte es
keinerlei Auswirkungen auf den Schweregrad meiner Allergie.
Wie kommt das?
Die Katzenhaarallergene sind so klein und leicht, dass sie
mit der Schwebeluft überall hin getragen werden - auch an
Orte, an denen nie eine Katze gelebt hat. Selbst der gründlichste
Hausputz kann daher die einmal vorhandenen Katzenallergene
nicht beseitigen - ganz im Gegenteil. Eine Studie hat bereits
1990 gezeigt, dass Staubsaugen die Allergenkonzentration sogar
erhöht hat. Auch dem kritischsten Experten wurde klar, dass
ein Allergiker den Katzenallergenen an keinem Ort dieser Welt
mehr ausweichen kann. In den vergangenen Jahren konnten mehrere
wissenschaftliche Studien zeigen, dass die bei Pollen-, Hausstaubmilben-
und Insektengiftallergikern bewährte spezifische Immuntherapie
(SIT) auch bei Katzenallergien Linderung verschaffen kann.
Mein Sohn ist 6 Jahre alt und leidet an einer starken
Hausstauballergie, die von Jahr zu Jahr schlimmer wird. Nun
habe ich in der Presse von einer Allergie-Impfung gelesen.
Wäre das eine Möglichkeit für meinen Sohn oder ist er dafür
noch zu klein?
Wenn das Allergen eindeutig vom Facharzt bestimmt werden
konnte, gilt als oberstes Gebot der Therapie, das krankmachende
Allergen zu meiden. Dass dies nicht immer einfach ist - gerade
bei einer Hausstauballergie - liegt auf der Hand. Trotz aller
Vorsichtsmaßnahmen und medikamentöser Behandlung entwickelt
sich bei mehr als 10% der Kinder in Deutschland bis zum 11.
Lebensjahr aus der anfänglichen Allergie ein allergisches
Asthma. Die allergische Entzündung verlagert sich von der
Nase hin zu den Bronchien und kann letztendlich zur Entstehung
von chronischem Asthma führen (Etagenwechsel). In vielen dieser
Fälle wird der behandelnde Allergologe eine Allergie-Impfung
oder sogenannte "Hyposensibilisierung" für das Kind empfehlen.
Die Hyposensibilisierung ist heute die einzige Therapie, die
Allergien ursächlich bekämpft und bewirken kann, dass Allergiker
für immer oder zumindest über viele Jahre hinweg nahezu beschwerdefrei
leben. Eine untere Altersgrenze lässt sich nicht generell
bestimmen. Der Ärzteverband Deutscher Allergologen empfiehlt
die subkutane Hyposensibilisierung ab dem 5. Lebensjahr.
Bisher habe ich es nie für notwendig gehalten zum
Arzt zu gehen, da ich ja nur im Sommer an einer triefenden
Nase und geröteten Augen leide. Woher weiß ich denn, ob diese
Symptome überhaupt allergisch bedingt sind?
Nach Angaben der Deutschen Gesellschaft für Allergologie
und klinische Immunologie (DGAI) und des Ärzteverbandes Deutscher
Allergologen (ÄDA) werden nur 10 Prozent der allergiekranken
Menschen in Deutschland adäquat versorgt. Dr. Josef Wenning,
Präsident des ÄDA, beklagt zudem den schlechten Informationsstand
der Allergiker: "Die Hälfte weiß heute nicht, dass ihre Krankheitssymptome
allergisch bedingt sind. Und nur ein Viertel aller Betroffenen
ist in ärztlicher Behandlung. In der Regel suchen sie mehrere
Ärzte auf, werden zwei- bis dreimal diagnostisch untersucht
bis sie eine qualififzierte Behandlung bei einem Allergologen
erhalten." Die Verbände rufen daher zu Recht Allgemeinärzte
und die Bevölkerung auf, auf die Zeichen einer Allergie mehr
zu achten und eine frühzeitige Abklärung durch den Allergie-Spezialisten
zu veranlassen. Dieser trägt meist die Zusatzbezeichnung Allergologe.
Häufig sind es Hautärzte und HNO-Ärzte, aber auch Lungenfachärzte
und Kinderärzte können sich auf die Allergiediagnostik und
-therapie spezialisiert haben.
Ich habe seit langer Zeit den ersten Sommer ohne
laufende Nase und tränende Augen genießen können. Trotzdem
rät mein Arzt mir zur Fortsetzung der spezifischen Immuntherapie.
Ist das wirklich notwendig?
Bei den meisten Patienten ist bereits im ersten Therapiejahr
der Allergie-Impfung eine deutliche Besserung der Symptome
zu beobachten. Ihr Arzt empfiehlt Ihnen die Fortsetzung der
Therapie, damit dieser erfreulich gebesserte Zustand auch
in Zukunft anhält. Der Langzeiteffekt ist bei einem frühzeitigen
Abbruch der Therapie gefährdet. Haben Sie also noch etwas
Geduld. Ein weiterer Pluspunkt bei der Fortsetzung der Therapie:
Sie schützen sich nachweislich besser vor der Entwicklung
einer weiteren Allergie und vor asthmatischen Beschwerden.
Neue Untersuchungen belegen: Hält der Patient die spezifische
Immuntherapie über 3 Jahre durch, hält auch die Therapiewirkung
über Jahre an.
Seit zwei Jahren bekomme ich von meinem Allergologen
eine Allergie-Impfung gegen Birkenpollen. Mir geht es seither
während der Pollensaison wesentlich besser. Allerdings endet
die Therapie nächstes Jahr und nun mache ich mir Sorgen, dass
ich nach Therapieende die gleichen Beschwerden habe wie vor
der Therapie.
Neueste Studienergebnisse mit den modernen molekular definierten
Allergenen des Herstellers ALK-Abelló belegen, dass auch drei
Jahre nach Therapieende die erzielten Erfolge der Immuntherapie
erhalten bleiben. Sie brauchen sich also keine Sorgen zu machen:
Ihre Entscheidung für eine Allergie-Impfung zahlt sich auch
langfristig aus.
Letzten Sommer setzten bei mir nach einem Wespenstich
ungewöhnliche Reaktionen wie starke Hautausschläge, Schweißausbrüche
und Schwindel sowie Zittern, Übelkeit und Erbrechen ein. Was
kann man tun, um weitere Wespen- bzw. Bienenstiche zu vermeiden?
Leider ist es in den Sommermonaten kaum möglich, den Kontakt
mit Bienen und Wespen völlig zu vermeiden. Es gibt jedoch
einige "goldene" Regeln, die helfen, sich vor eventuellen
Stichen zu schützen:
- Vermeiden Sie rasche Bewegungen, wenn eine Biene oder
Wespe in der Nähe ist.
- Halten Sie Distanz zu blühenden Blumen oder überreifem
Fallobst.
- Halten Sie bei Gartenarbeiten den Körper so weit
wie möglich bedeckt.
- Tragen Sie keine weit fliegende Kleidung.
- Lassen Sie beim Essen im Freien keine Speisen offen liegen.
- Geben Sie besonders beim Spielen und sportlichen Aktivitäten
im Freien acht, denn Schweiß lockt stechende Insekten
an.
- Gehen Sie nicht barfuss.
Um eindeutig festzustellen, auf welche Insektenstiche Sie
allergisch reagieren, ist es wichtig schnellstmöglich einen
allergologisch tätigen Arzt aufzusuchen. Der Allergologe kann
mittels Patientengespräch, Haut- und Bluttest bestimmen,
welches Gift die allergischen Symptome hervorruft und eine
geeignete Therapie empfehlen. Für einen effektiven Schutz
vor den Folgen einer Insektengiftallergie wird er eine sogenannte
Allergie-Impfung (spezifische Immuntherapie) oder Hyposensibilisierung
durchführen. Sie ist die einzige Behandlungsmöglichkeit, die
schon nach einer kurzen Anwendungsdauer schwere Reaktionen
nach einen Insektenstich verhindert.
Meine Tochter hat eine Hausstaubmilbenallergie.
Was kann ich tun?
Der erste therapeutische Schritt ist die Allergenkarenz,
also der Versuch, den Allergieauslöser zu meiden. Um die Milbenbelastung
zu reduzieren, sollten Sie möglichst alle Staubfänger aus
der Wohnung verbannen. Dazu gehören insbesondere flauschige
Teppiche, Vorhänge und Plüschmöbel. Zu empfehlen ist auch,
die Wohnung mehrmals täglich zu lüften. Das wichtigste jedoch
ist, einen stundenlangen Allergenkontakt während der Nachtruhe
auszuschließen. Dafür sollten Sie spezielle milbendichte Matratzen-
und Bettbezüge einsetzen. Die Kuscheltiere Ihrer Tochter sollten
Sie für mindestens drei Tage in der Tiefkühlruhe einfrieren
sowie ab und zu in die Waschmaschine stecken. Bevor Sie allerdings
aufwendige Sanierungsmaßnahmen durchführen, sollte die Diagnose
zweifelsfrei geklärt sein. Aufschluß bringt eine eingehende
Untersuchung bei einem allergologisch ausgebildeten Arzt.
Wenn Sie langfristig etwas gegen Ihre Hausstaubmilbenallergie
unternehmen möchten, sollten Sie mit ihm auch über die Erfolgsaussichten
einer Allergie-Impfung sprechen. Die Allergie-Impfung im Form
der spezifischen Immuntherapie ist heute die einzige Behandlung,
die die Ursache Ihrer Allergie wirksam bekämpft und einen
Etagenwechsel verhindern kann.
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