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Wie er Landkarten studiert, Fahrpläne wälzt und
Reiseratgeber aufschlägt, sollte der Allergiker während
der Urlaubsvorbereitungen auch den Terminkalender zücken,
um beizeiten vor Reiseantritt einen Besuch beim Arzt, beim
Allergologen, einzuplanen. Der Arzt kann herausfinden, welches
das krankmachende Allergen ist, sofern das noch nicht geklärt
sein sollte. Er wird mit dem Patienten abstimmen, ob und wie
sich die Termine bei einer laufenden ärztlichen Behandlung
mit Rücksicht auf die Urlaubszeit verschieben lassen.
Der Arzt kann auch dabei helfen, Urlaubsziele auszuwählen,
die bei der jeweiligen Allergie günstig sind. Er wird
Anregungen geben, wie die medizinische Behandlung unterwegs
fortzuführen ist. Dazu wird er die erforderlichen Medikamente,
vor allem Anti-Allergika und Entzündungshemmer, verschreiben
und deren Anwendung erklären. Von Fall zu Fall kommt
es vor, dass sie in veränderter Dosierung und zu anderen
Zeiten zu nehmen sind.
Bei manchen Formen von Allergie muss der behandelnde Mediziner
zusätzliche Schutzvorkehrungen treffen. Nahrungsmittelallergiker
beispielsweise können, auch wenn sie sich beim Essen
noch so vorsehen, gerade auf Reisen plötzlich schwere
Krankheitszustände erleiden. Der Arzt kann hier Notfallmedikamente
mit auf den Weg geben.
Besondere ärztliche Vorsicht ist bei Patienten mit Urlaubswünschen
auch hinsichtlich der Insektengift-Allergie angebracht, insbesondere
dann, wenn der Betroffene noch keine spezifische Immuntherapie
begonnen hat. Im Grunde müssen alle Allergiker, die um
ihre Insektengiftallergie wissen, besonders, wenn sie in wärmere
Länder verreisen wollen, auf Insektenstiche und entsprechende
leichte bis manchmal lebensbedrohliche allergische Reaktionen
gefasst sein, sofern sie nicht behandelt sind.
Hier muss für den Fall aller Fälle eine Notfallausrüstung
stets zur Hand sein - und besonders gut wäre es, wenn
der behandelnde Arzt zusätzlich den Reisebegleitern des
Patienten die wichtigsten Handgriffe der Ersten Hilfe vermittelt.
Allergologen empfehlen für die Notfallbehandlung einer
akuten Insektengiftallergie Kortison und ein Antihistaminikum
in flüssiger Form sowie Adrenalin, am besten als Aerosol
oder als Fertigspritze.
Den ganzen Ärger, jedes Jahr von neuem überlegen
zu müssen, wo die Reise ohne gesundheitliche Gefährdung
hingehen kann, könnten sich viele Allergiker sparen.
Der allergologisch geschulte Arzt kennt nämlich nicht
nur Mittel und Wege, wie Allergien gelindert und deren Beschwerden
zu behandeln sind. Er hält auch eine Methode bereit,
mit der sich die am häufigsten vorkommenden Allergien
- gegen Pollen, Hausstaubmilbe, Tierhaare und Insektengifte
- weitgehend beheben lassen. Davon würden die Patienten
zudem nicht nur in den Ferien, sondern dauernd, auch im Alltag
profitieren.
Der Schlüssel dazu besteht in einer Allergie-Impfung,
der spezifischen Immuntherapie. Bei neun von zehn Allergikern
verschwinden die Beschwerden ganz oder doch so weit, dass
sie auf Medikamente weitgehend verzichten können.
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