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Erlebnisurlaub für Allergiker
Ferien trotz oder wegen Allergie

 

Auf Karenz lässt sich im Alltag wie im Urlaub achten. Menschen zum Beispiel, die gegen bestimmte Pollen allergisch sind, können sich schlau machen, wann und wie lange "ihre" Pflanze blüht. Hierfür gut geeignet sind Pollenflugkalender. Unter Allergikern haben auch die Pollenflugwarndienste einen hohen Bekanntheitsgrad erreicht.

Wenn Pollenallergiker während ihrer Urlaubsreise trotzdem in Gegenden fahren, in denen "ihre" Pollen gerade fliegen, gilt es gewisse Vorsichtsmaßnahmen einzuhalten. Auf ausgedehnte Ausflüge, Radtouren oder Sport in freier Natur sollte während dieser Zeit verzichtet werden. Bei Autofahrten sollten die Fenster geschlossen bleiben und die Lüftung ausgeschaltet sein. Schlafen sollten diese Allergiker bei geschlossenen Fenstern. Vor dem Schlafengehen empfiehlt es sich, die Haare zu waschen, um anhaftende Pollen loszuwerden, und die Kleidung sollte irgendwo, nur nicht im Schlafzimmer, abgelegt werden.

Wer als Pollenallergiker in ferne Länder südlich des Äquators zu reisen vorhat, sollte sich frühzeitig erkundigen, ob und wann "sein" Allergen dort vorkommt. Allerdings muss dabei bedacht werden, dass die Jahreszeiten und damit die Blüteperioden der Gräser, Sträucher und Bäume um ein halbes Jahr versetzt sind. Klimatische Besonderheiten und die jeweilige Höhenlage können zusätzliche Abweichungen von den hierzulande bekannten Pollenflugzeiten bewirken: verkehrte Welt, in der Warndienste eher rar sein dürften oder der Zugriff auf sie erst vor Ort möglich ist.

Pollenallergiker sollten im Urlaub auch besonders auf ihre Ernährung achten. Mit einer Pollenallergie gehen häufig Nahrungsmittel-Unverträglichkeiten einher, die oft lange Zeit unerkannt bleiben. "Versteckte" Nahrungsmittel, wie beispielsweise Gewürze in Speisen oder Nüsse im Kuchen, können bei Betroffenen, die sonst genau über ihre Pollenallergie Bescheid wissen, z.T. lebensbedrohliche Situationen auslösen. Diese sogenannten Kreuzallergien treten am häufigsten bei Birkenpollen-Allergikern auf, aber auch Beifuß- und Gräserpollen-Allergiker können davon betroffen sein.

Auf Schimmelpilze ansprechende Allergiker können bislang nicht auf Vorhersagedienste zurückgreifen: Sie müssen sich vor der Reise selber sachkundig machen. Schimmelpilz-Sporen zum Beispiel sind - in unseren Breiten - besonders zwischen Mai und Oktober aktiv. Die Sporen von Aspergillus und Penicillium "verkehren" dagegen vorzugsweise von November bis Februar in der Luft.

Karenz kann auch der gegen Tierhaare allergische Urlauber üben. Ferien beim Bauern oder im Reiterhof sollte er sich von vornherein aus dem Kopf schlagen. Schwierig wird's erst, ein tierliebendes Kind von solchen Plänen abzubringen.

Nahrungsmittelallergiker wissen zumeist, was sie vertragen und was nicht, und praktizieren Karenz, so gut es geht. Auf Reisen aber sind sie gegen Überraschungen nicht gefeit. Wer beispielsweise allergische Attacken nach dem Genuss von Fisch und Schalentieren bekommt, sollte selbstverständlich bei einem Urlaub in Küstengebieten auf diese verzichten und sich lieber zweimal nach den Zutaten der "Tagessuppe" erkundigen.

Oft aber ist auf fremdländischen Speisekarten nicht auf Anhieb zu erkennen, ob in einer Mahlzeit Milch, Eier oder Meeresfrüchte vorkommen. Bei - zumeist nicht deklarierten - Zutaten und Gewürzen wird vielfach mit so potenten Allergenen wie Knoblauch, Sellerie oder Krabbensauce gearbeitet, die bei uns nicht üblich sind. Da heißt es, sich entsprechende Reiseziele aus dem Kopf zu schlagen oder auf derlei Beiwerk auf dem Teller strikt zu verzichten.

Noch in einem weiteren Punkt sollten Nahrungsmittelallergiker auf der Hut sein: Auch wenn sich erst Stunden nach einer Mahlzeit Beschwerden wie Blähungen, Bauchschmerzen, Durchfall, Erbrechen und Verstopfung oder auch Atembeschwerden, Hautausschläge, Nesselfieber oder Schwellungen der Augenlider und der Lippen einstellen, sollten sie an eine allergische Reaktion denken.

 

Erholungsurlaub

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