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Die Forschung der letzten Jahre hat zum besseren Verständnis
von Allergien viele Puzzelsteine zusammengetragen. So ist
bekannt, dass die Ursache von Allergien im körpereigenen
Abwehrsystem liegt.
Dringt ein Fremdkörper in unseren Organismus ein, prüft
das Immunsystem, ob er gefährlich sein könnte oder
nicht. Je nach Ergebnis dieser Prüfung werden so genannte
Antikörper gebildet, die sich spezifisch an den
Fremdkörper, das so genannte Antigen, binden.
Der Eindringling ist nun markiert und kann gezielt vom Immunsystem
vernichtet werden.
Der Körper eines Allergikers reagiert im Gegensatz zum
Gesunden mit der Überproduktion von speziellen Antikörpern,
IgE genannt. Dies führt zur allergischen Reaktion
- das Immunsystem gerät aus dem Gleichgewicht. Fremdkörper
wie Gräserpollen stellen somit für Gräserallergiker
Allergieauslöser dar, man spricht auch von Allergenen.
Warum reagiert jedoch bei manchen Menschen der Körper
so überempfindlich auf bestimmte, eigentlich harmlose
Stoffe wie z. B. Gräserpollen? Dieses Rätsel ist
bis heute nicht eindeutig gelöst.
Die Gene spielen eine Rolle
Die Angst mancher Menschen, sich bei Kontakt mit Allergikern
zu infizieren, ist unbegründet. Allergien sind nicht
ansteckend. Dagegen weiß man heutzutage, dass für
die Entstehung einer Allergie die erbliche Komponente eine
wichtige Rolle spielt.
Vieles deutet darauf hin, dass die Neigung, eine Allergie
zu entwickeln, von Generation zu Generation vererbt wird.
Studien belegen, dass Kinder, bei denen ein oder beide Elternteile
unter einer Allergie leiden, ein deutlich größeres
Risiko tragen, an einer Allergie zu erkranken, als Kinder,
deren Eltern nicht allergisch sind.
Aber auch weitere Faktoren, wie z. B. Luftschadstoffe, fördern
vermutlich die Entstehung von Allergien.
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