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In den letzten Jahren kommt es besonders im medizinischen
Bereich vermehrt zu (Natur-) Latexallergien. Zwei Drittel
der Latexallergiker sind im Gesundheitswesen beschäftigt!
Vermutlich wurde die Zunahme durch das vermehrte Tragen von
Latexhandschuhen zum Schutz vor HIV-Infektionen ausgelöst.
Durch die erhöhte Nachfrage wurden mehr, aber qualitativ
minderwertige, allergenreiche Schutzhandschuhe hergestellt.
Zudem können Beatmungsmasken, Katheter, Infusionsschläuche
oder Pflaster Naturgummilatex enthalten.
Aufgund seiner hervorragenden elastischen Eigenschaften ist
Latex auch aus unserem Alltag kaum wegzudenken. Es findet
sich in Haushaltshandschuhen, Kondomen, Luftballons, Puppen,
Gummiringen, Wärmflaschen, Pessaren, Schnullern, Squashbällen,
Autoreifen, Gummistiefeln, Matratzen, am Handlauf von Rolltreppen,
an Griffen von Fahrradlenkern und vielem anderen mehr.
Bei dem Verdacht, von einer Latexallergie betroffen zu sein,
sollten Sie unbedingt Ihren Arzt ansprechen und eine entsprechende
Testung durchführen lassen. Hat sich der Verdacht bestätigt,
sollte man den Kontakt zu Naturlatex fortan meiden.
Eine Therapie zur Behandlung der Latexallergie gibt es heute
noch nicht. Möglicherweise verordnet Ihnen aber der Arzt
Medikamente zur Linderung der Beschwerden.
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