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Bei dem Verdacht, von einer Latexallergie betroffen zu sein, sollten Sie unbedingt Ihren Arzt ansprechen und eine entsprechende Testung durchführen lassen. Hat sich der Verdacht bestätigt, sollte man den Kontakt zu Naturlatex fortan meiden.

Nähere Auskünfte zu naturlatexhaltigen Artikeln und möglichen Alternativen erhalten Sie über die Latexallergie-Informations- gemeinschaft L.A.I.V. e.V., Postfach 21 04 13, 72027 Tübingen.

Eine Therapie zur Behandlung der Latexallergie gibt es heute noch nicht. Möglicherweise verordnet Ihnen aber der Arzt Medikamente zur Linderung der Beschwerden.

Vorbeugung im Arbeitsumfeld

Nutzen Sie ungepuderte Latexhandschuhe mit minimaler Allergen- bzw. Proteinkonzentration (maximal 30 µg Protein pro Gramm Handschuh).

Sind Sie bereits von Allergien betroffen oder leiden an einem Ekzem, sollten Sie sogar ausschließlich naturlatexfreie Handschuhe verwenden.

Nutzen Sie Handschuhe, die keine Thiurame als Vulkanisations-Beschleuniger enthalten.

Seien Sie konsequent bei der Hautpflege, besonders bei bereits bestehenden Hauterkrankungen. Sie sollten schonende und rückfettende Händedesinfektionsmittel verwenden.

Vorbeugung im medizinischen Bereich

Nutzen Sie latexfreie Handschuhe als Schutzhandschuhe.

Sind die Atemwege betroffen, dürfen im gesamten Arbeitsbereich oder -umfeld keine gepuderten Latexhandschuhe verwendet werden.

Beachten Sie, dass alle latexhaltigen Artikel - auch Beatmungszubehör, Katheter und Blutdruckmanschetten oder Handschuhe von Kollegen (!) - Probleme bereiten können.

Achten Sie im zahnärztlichen Bereich auf Latex in Zungenspateln, Abdrucklöffeln, Kofferdam u.a.m.

Kann durch die verschiedenen Maßnahmen keine Besserung erreicht werden, sollte die belastende Tätigkeit beendet werden. Auskünfte zur berufsbedingten Latexallergie geben spezialisierte Ärzte (Allergologen), aber auch die Landesanstalten für Arbeitsschutz.

Vorbeugung im Alltag

Meiden Sie latexhaltige Haushaltshandschuhe.

Nutzen Sie latexfreie Matratzen.

Achten Sie bei der Verhütung auf latexfreie Kondome und Pessare.

Kaufen Sie Textilien mit synthetischem Gummi aus Elasthan = Lycra. Latex findet sich nämlich auch in Hosengummis, BHs oder Badeanzügen. Zudem sind wetterfeste Jacken häufig gummiert.

Vorsicht bei Bio-Klebern! Aber auch konventionelle Klebstoffe können Latex enthalten (z.B. Teppichkleber).

Teppichverlegen ist tabu! Fast alle Teppiche haben einen Latexrücken.

Achten Sie auf Gummi im Freizeitbereich! Naturlatex findet sich mitunter in Reifen, Griffbändern, Gymnastikmatten, Turnschuhen, Tauchausrüstungen, Surfanzügen u.a.m.

Auch im Lebensmittelbereich (Großmarkt, Metzger) werden aus hygienischen Gründen oft Latexhandschuhe getragen. Sicherheitshalber sollten die Lebensmittel darum vor dem Verzehr gewaschen werden.

Meiden Sie Latex besonders im Umfeld betroffener Kinder. Verwendet wird Naturlatex beispielsweise in Luftballons, Barbiepuppen, Schnullern und Saugern, aber auch in Windeln.

 

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