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Wenn man Probleme mit den Augen hat, führt einen ganz
selbstverständlich der Weg zum Augenarzt. Machen die
Zähne Probleme, geht man natürlich zum Zahnarzt.
Das A und O bei einer allergischen Erkrankung ist der Besuch
bei einem Allergie-Spezialisten, dem Allergologen. Doch viele
Betroffene wissen gar nicht um die Existenz dieser Zusatzqualifikation.
Die speziellen Anforderungen an die meisten Fachärzte
gehen wie oben gezeigt, aus ihrer Bezeichnung hervor: Augenarzt,
Zahnarzt etc. Häufig handelt es sich hierbei um eine
Spezialisierung auf bestimmte Organe des menschlichen Körpers.
Der Allergologe hingegen ist auf eine Kombination verschiedener
Bereiche spezialisiert, da es sich bei der Allergologie um
ein übergreifendes, sehr komplexes Feld handelt.
In einer mehrjährigen Weiterbildung wird er gezielt
geschult, verschiedene diagnostische Verfahren anzuwenden
und detaillierte Kenntnisse im Umgang mit modernen therapeutischen
Methoden zu erlangen. Viele Haut- oder Hals-Nasen-Ohren-Ärzte,
aber auch Lungen- und Kinderärzte haben sich auf Allergien
spezialisiert. Häufig tragen sie darum die Zusatzbezeichnung
"Allergologe".
Wie wichtig der Besuch beim Spezialisten ist, zeigen medizinische
Studien: mehr als ein Drittel der Heuschnupfen-Patienten werden
durchschnittlich nach 8,2 Jahren zu Asthmatikern. Der Hauptgrund:
Die allergische Entzündung hat sich von der Nase hin
zu den Bronchien verlagert. Und dieser Etagenwechsel sorgt
bei den Betroffenen für einen lebenslangen Leidensweg
mit der Diagnose: chronisches Asthma bronchiale.
Zwar gibt es inzwischen eine Vielzahl von Medikamenten, die
die klassischen Heuschnupfen-Beschwerden lindern - sie packen
das Übel jedoch nicht an der Wurzel. Die einzige Behandlungsform,
die wirksam die Ursache bekämpft, ist die allergenspezifische
Immuntherapie, oder auch Hyposensibilisierung genannt, die
vom allergologisch qualifizierten Arzt durchgeführt wird.
Dabei werden dem Patienten in langsam steigender Dosierung
genau die Stoffe verabreicht, auf die der Körper überreagiert.
Ziel der Behandlung ist es, den Organismus an den allergieauslösenden
Stoff zu gewöhnen und ihn in der Folgezeit unempfindlich,
beispielsweise gegenüber Birkenpollen, zu machen.
Die Therapie, deren Erfolgsquote bei 90 Prozent liegt und
die zu einer deutlichen Verringerung der Beschwerden führt,
kann aber nicht nur bei Heuschnupfen-Allergikern, sonder auch
bei Personen, die auf Insektengift, Tierhaare oder Hausstaubmilben
reagieren, angewendet werden.
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