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Die spezifische Immuntherapie (SIT), man spricht auch von
Hyposensibilisierung oder Allergie-Impfung, ist laut Weltgesundheitsorganisation (WHO) die einzige Behandlungsform, die den Verlauf allergischer
Erkrankungen positiv beeinflussen und in vielen Fällen
sogar heilen kann (vgl. WHO-Positionspapier).
Ziel dieser Allergie-Impfung ist es, eine Toleranz des Körpers
gegen die Allergieauslöser zu erzeugen. Dafür werden
dem Körper Allergene in steigender Dosierung zugeführt.
Die spezifische Immuntherapie wird üblicherweise
drei Jahre durchgeführt. Bereits nach einem Jahr verbessern
sich die allergischen Beschwerden deutlich. Der Allergiker
benötigt sehr viel weniger Medikamente. Zusätzlich
kann das Auftreten weiterer Allergien verhindert werden. Vor
allem bei allergiekranken Kindern kann darüber hinaus
das Asthmarisiko stark herabgesetzt werden. Die spezifische
Immuntherapie wirkt daher auch vorbeugend.
Durch moderne, molekular standardisierte Allergen-Präparate
konnte der Erfolg der Immuntherapie deutlich gesteigert werden.
Mit einer Erfolgsquote von rund 90 Prozent profitiert
heute die Mehrzahl aller Behandelten auch noch Jahre nach
Beendigung der Therapie.

9 von 10 Patienten profitieren
Je früher im Krankheitsverlauf mit einer Immuntherapie
begonnen wird, desto größer ist die Chance, die
Allergie vollständig zu besiegen. Sie ist bereits bei
Kindern ab 6 Jahren anwendbar.
Mit der spezifischen Immuntherapie können Heuschnupfen
und allergisches Asthma, ausgelöst durch Pollen, Hausstaubmilben,
Tierhaare, bestimmte Schimmelpilze sowie Allergien auf Insektengifte
behandelt werden.
Drei Formen der spezifischen Immuntherapie werden heute bereits erfolgreich
angewendet.
Den jüngsten Durchbruch stellt eine Lyo-Tablette auf Basis von Gräserpollen dar. Seit Oktober 2006 in Deutschland zugelassen und seit 15. November 2006 in den Apotheken erhältlich.
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