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Fast jede dritte Familie hält Haustiere und in beinahe
der Hälfte dieser Haushalte leben Katzen. Eine Tierhaar-
bzw. Tierschuppenallergie wird häufig durch Substanzen
ausgelöst, die von Haustieren produziert werden. Meist
sind es Stoffe aus den Haut- oder Speicheldrüsen der
Tiere, die an den Haaren haften und sich schließlich
im Staub wiederfinden.
Die Allergene der Katze sind zum Beispiel teilweise im Speichel
enthalten. Wenn die Tiere sich putzen, gelangen die Allergene
ins Fell und werden von dort über die Haare und Schuppen
weit verteilt. Auf Kleidung, Polstermöbeln und vielen
anderen Gegenständen sind sie zu finden. So ist es nicht
verwunderlich, dass auch in Wohnungen, in denen keine Katzen
leben, in öffentlichen Verkehrsmitteln, ja selbst in
Schulen erhebliche Mengen von Kathenhaarallergenen nachgewiesen
wurden, die zur Entwicklung einer Allergie und zur Auslösung
allergischer Beschwerden ausreichen.
Die ersten Anzeichen einer Tierhaarallergie sind gerötete
Augen, Fließschnupfen und Niesattacken. Bei anhaltendem
Kontakt zu dem Tier verschlechtert sich der Zustand des Patienten
zunehmend. So entwickeln beinahe alle Katzenallergiker, sofern
sie sich nicht von ihrem Tier trennen, innerhalb weniger Jahre
ein Asthma bronchiale. Bei Meerschweinchenbesitzern ist diese
Entwicklung bereits im Verlauf des ersten Jahres zu erwarten.
Besonders gefährdet sind in diesem Zusammenhang Kinder,
die von ihren Eltern die Bereitschaft zur Allergieentwicklung
geerbt haben. In den ersten Lebensjahren entwickeln solche
Kinder besonders leicht Allergien, die schnell zu asthmatischen
Beschwerden führen können.
Um die Allergie zu bekämpfen, können Sie einiges
unternehmen: so können Sie zum Beispiel die entsprechenden
Tiere meiden, also Karenz üben. Sie können auch
die akuten Beschwerden mit Medikamenten lindern. Oder aber
Sie bekämpfen die Ursache der Allergie mit einer spezifischen
Immuntherapie, der so genannten Hyposensibilisierung. Das
ist eine Art Allergie-Impfung, bei der Ihr überempfindliches
Abwehrsystem kontinuierlich an die Allergieauslöser gewöhnt
wird. Durch die Anwendung modernster Allergenpräparate
erzielt die Behandlung bereits heute bei neun von zehn Patienten
eine rasche und deutliche Besserung.
Je früher die Hyposensibilisierung im Krankheitsverlauf
eingesetzt wird, desto größer ist die Chance für
Sie, Ihre Allergie für immer zu verlieren.
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