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Asthma Diagnose

Das Wichtigste auf einen Blick

Bei Verdacht auf eine Asthmaerkrankung ist eine möglichst zügige Diagnosestellung wichtig, damit frühzeitig eine angemessene Therapie eingeleitet und eine Verschlimmerung des Leidens vermieden werden kann. Ein ausführliches Anamnesegespräch und das Abhören des Patienten bilden in der Regel die Basis. Zur Sicherung der Diagnose und zur Kontrolle des Krankheitsverlaufs anhand objektiv messbarer Daten werden zudem verschiedene Lungenfunktionstests durchgeführt. Allergietests werden genutzt, um eventuelle Allergien als Ursache von Asthma identifizieren zu können. Auch bildgebende Diagnoseverfahren wie das Röntgen sowie Analysen des Sputums oder des Gasgehalts im Blut können im Rahmen der Asthma-Diagnose zum Einsatz kommen.

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Asthma bronchiale ist eine der häufigsten chronischen Atemwegserkrankungen und geht meist mit bestimmten charakteristischen Beschwerden wie Luftnot und Engegefühl im Brustbereich einher. Dennoch muss es sich beim Auftreten dieser Symptome nicht in jedem Fall um eine Asthmaerkrankung handeln. Und umgekehrt kann sich Asthma bronchiale in jedem individuellen Einzelfall etwas anders manifestieren, sodass nicht alle asthmatypischen Symptome auch tatsächlich bei allen Patienten auftreten.

Asthma Diagnose

Aufgrund des hohen Risikos einer sukzessiven Verschlechterung bei unbehandeltem Asthma ist es deshalb besonders wichtig, dass die Erkrankung so früh wie möglich durch einen Arzt diagnostiziert wird. Je früher im Krankheitsverlauf die Diagnose gestellt, desto leichter ist die medikamentöse Kontrolle des Asthmas. Besondere Sorgfalt bei der Asthma-Diagnose sollte der Abgrenzung von Atemwegsinfekten gewidmet werden, denn gerade bei relativ unspezifischen Atemwegsbeschwerden besteht sonst die Gefahr, dass diese als Atemwegsinfektion interpretiert und irrtümlich mit Antitussiva oder gar mit Antibiotika behandelt werden.

Wichtige Methoden und Verfahren der Asthma-Diagnose

Die Grundlage einer Asthma-Diagnose bildet eine ausführliche Befragung des Patienten durch einen Arzt. Häufig wird es sich dabei zunächst um den Hausarzt oder die Hausärztin handeln, bei allergischem Asthma jedoch möglicherweise auch um einen Allergologen, bei dem der Patient bereits wegen allergischer Beschwerden in Behandlung ist. Zur gründlichen Abklärung erfolgt oft auch eine Überweisung an einen Pulmologen, der über die notwendige Ausstattung verfügt, um auch umfangreichere Untersuchungen der Atemwege vornehmen zu können. Im Rahmen der Befragung geht es zunächst darum, die vom Patienten bislang wahrgenommenen Beschwerden zu erfassen und in Erfahrung zu bringen, ob diese in bestimmten Situationen oder zu bestimmten Tages- oder Jahreszeiten gehäuft aufgetreten sind. Dabei ist zu berücksichtigen, dass der Verlauf einer Asthmaerkrankung typischerweise durch einen Wechsel von mehr oder weniger schweren Anfällen mit beschwerdearmen oder völlig symptomfreien Phasen gekennzeichnet ist. Es gilt also, im Rahmen der Befragung auch ein möglichst genaues Bild derjenigen Symptome zu erhalten, die zum Zeitpunkt des Arztbesuchs möglicherweise gar nicht unmittelbar festzustellen sind.

Wichtig ist in diesem Zusammenhang auch die Tatsache, dass Asthma bei älteren Patienten mitunter nicht diagnostiziert oder übersehen wird, weil sie tendenziell weniger davon betroffen sind als junge Menschen und weil mit zunehmendem Lebensalter eine höhere Wahrscheinlichkeit von Lungenschäden durch andere Einflussfaktoren wie Umweltschadstoffe oder Rauchen besteht. Gleichwohl kann Asthma bronchiale in jedem Lebensalter auftreten und sollte auch bei älteren Patienten grundsätzlich als mögliche Ursache entsprechender Symptome in Betracht gezogen werden. An die Befragung schließen sich in der Regel verschiedene Diagnoseverfahren an, die eine genauere Abklärung und Abgrenzung gegenüber anderen Krankheitsbildern erlauben. Eine zentrale Rolle im Rahmen der körperlichen Untersuchung spielt dabei die Auskultation, das heißt, das Abhören mithilfe eines Stethoskops. Die dabei wahrgenommenen Atemgeräusche geben dem erfahrenen Mediziner wichtige Hinweise auf die Art und das Ausmaß vieler Atemwegserkrankungen. Auch Asthma bronchiale geht oftmals mit charakteristischen Atemgeräuschen einher.

Allergietests im Rahmen der Asthma-Diagnose

Ein großer Teil der Asthmaerkrankungen, insbesondere bei Kindern und jungen Erwachsenen, ist auf Allergien zurückzuführen. Zudem treten häufig Mischformen von allergischem und nicht-allergischem Asthma auf. Aus diesem Grund ist es in vielen Fällen sinnvoll, im Rahmen der Asthma-Diagnose auch zu untersuchen, ob eventuell eine Allergie besteht. Hierzu werden spezielle Allergietests vorgenommen, die sich wie folgt unterteilen lassen:

  • Hauttest,
  • Provokationstests und
  • In-vitro-Tests.

Ein häufig angewandtes Standardverfahren ist ein Hauttest, der sogenannte Prick-Test, bei dem verschiedene Allergene auf die Haut aufgebracht werden, um eventuelle allergische Reaktionen wie etwa Quaddeln oder Rötungen feststellen zu können. Bei unklaren Hauttestergebnissen können Provokationstests am jeweiligen Endorgan (Nage, Augen, Bronchien) durchgeführt werden. Im Unterschied dazu erfolgen In-vitro-Tests nicht am Patienten selbst, sondern im Labor. Besondere Bedeutung haben dabei die Messung des sogenannten Gesamt-IgE-Spiegels (IgE = Immunglobulin E) im Blut des Patienten sowie die Bestimmung allergenspezifischer IgE-Antikörper. Darüber hinaus können auch Entzündungsmarker bestimmt oder zelluläre Tests durchgeführt werden.

Pricktest
Prick-Test

Lungenfunktionstest - bei der Asthma-Diagnose unverzichtbar

Eine zentrale Rolle bei der Asthma-Diagnose spielt die Lungenfunktionsdiagnostik. Sie dient vor allem dem Ziel, die Diagnose durch objektive Messungen zu sichern. So geben die bei einem Lungenfunktionstest gewonnenen Daten beispielsweise wichtige Hinweise auf den Schweregrad der Asthmaerkrankung und auf die Reversibilität und Variabilität der durch die Krankheit hervorgerufenen Einengung der Atemwege. Objektiv messbare Daten sind in diesem Zusammenhang deshalb so wichtig, weil wesentliche Symptome wegen des anfallsweisen Verlaufs von Asthma oft gar nicht in dem Moment zu beobachten sind, in dem sich der Patient gerade zur Untersuchung beim Arzt befindet. Auch die Befragung des Patienten liefert dazu nur eingeschränkt aussagefähige Informationen, weil die individuelle Wahrnehmung der Beschwerden sehr verschieden und oft inadäquat ist. Daher neigen viele Patienten zu einer Fehleinschätzung im Hinblick auf den tatsächlichen Schweregrad ihres Asthmas.

Mit einem spirometrischen Lungenfunktionstest ist es jedoch möglich, das Lungen- und Atemvolumen sowie die Luftflussgeschwindigkeiten zu messen und aufzuzeichnen, um anhand dieser Daten die Funktion und Leistungsfähigkeit der Lunge zu beurteilen. Ein solcher Lungenfunktionstest wird durchgeführt, indem der Patient nach Anleitung bestimmt Atemmanöver vollführt und dabei mittels eines Mundstücks durch Spirometer bezeichnetes Gerät atmet. Eine bei Asthmapatienten besonders aufschlussreiche Kennzahl ist die sogenannte Einsekundenkapazität, die besagt, wieviel Luft der Patient in einer Sekunde ausatmen kann – je stärker die Atemwege verengt sind, desto weniger Luft kann innerhalb einer Sekunde ausgeatmet werden. Auch die Peak-Flow-Messung, bei der die maximale Geschwindigkeit der beim Ausatmen aus der Lunge strömenden Luft bestimmt wird, ist ein wichtiger Parameter für die Asthma-Diagnose. Sie kann von den Patienten mithilfe kleinerer Geräte auch zur Selbstkontrolle zu Hause durchgeführt werden. Die durch einen Lungenfunktionstest gewonnenen Messwerte sind nicht nur für die erstmalige Asthma-Diagnose wichtig, sondern auch, um durch wiederholte Messungen den Verlauf der Krankheit kontrollieren zu können. Darüber hinaus kann bei der Erstdiagnostik von Asthma bronchiale auch ein bildgebendes Diagnoseverfahren hilfreich sein, um andere Atemwegserkrankungen auszuschließen. Bewährt hat sich dabei eine Röntgenaufnahme des Thorax in zwei Ebenen. Weitere Untersuchungsmethoden, die zur Diagnose von Asthma eingesetzt werden können, sind Blutgasanalysen und Sputum-Untersuchungen.

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