Wie behandeln Sie Ihre Allergie vorwiegend?

Leiden Sie unter plötzlicher Atemnot oder unter Kurzatmigkeit ohne erkennbare Ursache? Treten bei geringen physischen Belastungen – etwa beim Tragen voller Einkaufstaschen oder beim Treppensteigen – Atembeschwerden auf? Oftmals wird nicht erkannt, dass die Ursache für diese Beschwerden auch eine Allergie sein kann.

Sie wissen nicht, was der Grund für Ihre Atemprobleme ist?

Wer unter Atemnot leidet, denkt vermutlich zunächst an eine Lungenkrankheit. Auch Herz-Kreislauf-Erkrankungen können der Grund dafür sein. Spätestens wenn die Beschwerden so ausgeprägt sind, dass sie an Asthma erinnern, sollte der Verdacht auf eine Allergie diagnostisch abgeklärt werden.

Wenn Sie an einer Allergie leiden, lassen sich neben den Atemproblemen meist auch andere allergietypische Beschwerden feststellen, wie beispielsweise:

  • Schnupfen,
  • Nies- oder Hustenreiz,
  • Halsschmerzen,
  • tränende oder brennende Augen,
  • Juckreiz und
  • Rötungen der Haut.

Typischerweise treten die Beschwerden auch entweder zu bestimmten Jahreszeiten oder in bestimmten Räumen bzw. Situationen auf. Atemprobleme können entweder bereits erste Anzeichen von allergischem Asthma sein oder deuten zumindest auf eine relativ starke Beteiligung der Atemwege hin. Wenden Sie sich an einen Arzt, um abzuklären, ob Ihre Atemnot gegebenenfalls auf eine Allergie zurückzuführen ist. Sie sollten dabei bedenken, dass Allergiesymptome sich durch eine entsprechende Behandlung lindern lassen, während sie sich unbehandelt nach und nach verstärken können. Insbesondere dann, wenn die Allergie die Atmungsorgane betrifft, kann sich im Zuge einer Verschlechterung der Erkrankung ein allergisches Asthma entwickeln.

Frühzeitige Diagnose für eine erfolgreiche Therapie

Verschiedene Allergietestungen helfen bei der Findung der Ursache.

Bei Verdacht auf eine Allergie sollten Sie möglichst bald einen entsprechend spezialisierten Arzt aufsuchen, um den Verdacht überprüfen zu lassen. Der Allergologe wird zunächst in einem Gespräch mit Ihnen Informationen zu Beschwerden und zu den Umständen, unter denen diese auftreten, erfragen. Vermutet er eine Allergie, wird er in der Regel einen Allergietest durchführen. Ein solcher Test ist notwendig, um herauszufinden, ob die auftretende Atemnot oder Kurzatmigkeit und andere Symptome tatsächlich durch eine Allergie verursacht werden und was diese Allergie auslösen könnte. Eines der häufigsten Allergietestverfahren ist der sogenannte Pricktest, bei dem verschiedene Allergene auf die Haut aufgebracht werden. Zeigen sich an diesen Stellen Reaktionen wie Rötung, Quaddeln oder Juckreiz, so spricht dies für eine Sensibilisierung auf die betreffende Substanz. Wurde bei Ihnen eine Allergie nachgewiesen, haben Sie die Möglichkeiten,

  • den Kontakt mit den auslösenden Allergenen zu vermeiden,
  • die Symptome durch Medikamente zu lindern sowie
  • die Ursache der Allergie zu behandeln.

Mit einer Hyposensibilisierung kann das Immunsystem eine Toleranz gegenüber den auslösenden Allergenen entwickeln, so dass die allergischen Reaktionen schwächer ausfallen oder ganz ausbleiben.

Kann Atemnot auf eine Allergie hindeuten?

Wenn bei Ihnen Atembeschwerden bei Belastung auftreten oder Sie unter plötzlicher Atemnot beziehungsweise Kurzatmigkeit ohne erkennbare Ursache leiden, sollten Sie in jedem Fall einen Arzt konsultieren. Denn ganz gleich, ob die Ursache dafür eine Erkrankung des Herz-Kreislauf-Systems bzw. der Atemwege oder eine Allergie ist, eine frühzeitige Diagnose ist grundsätzlich Voraussetzung für eine erfolgreiche Behandlung der Erkrankung. Ist die Atemnot allergiebedingt, sollten Sie zudem bedenken, dass sich die Beschwerden ohne Behandlung im Laufe der Zeit immer mehr verstärken und schlimmstenfalls in ein allergisches Asthma münden können. Umgekehrt kann eine frühzeitige Behandlung nicht nur eine Verschlimmerung verhindern, sondern allergiebedingte Atemprobleme wirkungsvoll vermindern oder ganz beseitigen.

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