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Allergien können zeitweise oder dauerhaft für lästige Beschwerden sorgen. Damit beeinträchtigen sie die Lebensqualität der Betroffenen oft erheblich. Zu den allergischen Beschwerden im engeren Sinn wie Fließschnupfen, Juckreiz oder Husten kommen häufig noch Schlafstörungen, Konzentrationsschwierigkeiten oder Tagesmüdigkeit. Die medikamentöse Behandlung der Symptome verschafft nur kurzfristig Erleichterung, eine kausale Behandlung der Allergie braucht Zeit. Deshalb sollten Allergiker einige Tipps befolgen, mit denen sie den Beschwerden in vielen Situationen vorbeugen oder die Belastung zumindest verringern können.

  1. Allgemeine Tipps – Worauf Allergiker achten sollten
  2. Tipps für Pollenallergiker
  3. Tipps für Milbenallergiker
  4. Tipps für Schimmelpilzallergiker
  5. Tipps für Tierhaarallergiker
  6. Tipps für Zuhause
  7. Tipps für den Garten
  8. Tipps für den Sport
  9. Tipps für Unterwegs
  10. Fazit

Allgemeine Tipps - Worauf Allergiker achten sollten

Wer den Verdacht hat, an einer Allergie zu leiden, sollte zum Zweck einer genauen Diagnosestellung in jedem Fall einen Arzt aufsuchen. Denn erst wenn geklärt ist, ob tatsächlich eine Allergie vorliegt und wodurch sie ausgelöst wird, ist eine effektive Behandlung möglich. Dabei sollten durchaus auch leichtere Beschwerden ernst genommen werden, weil sich eine Allergie im Laufe der Zeit immer weiter verschlimmern kann, wenn keine Vorbeugungs- und Gegenmaßnahmen eingeleitet werden.

Ein besonders bekanntes Beispiel dafür ist der sogenannte "Etagenwechsel". Davon wird dann gesprochen, wenn sich aus einem allergischen Schnupfen  - zum Beispiel gegen Pollen, Tierallergene, Hausstaubmilben oder Schimmelpilze - im Laufe der Zeit ein allergisches Asthma entwickelt und die Erkrankung somit nicht mehr nur im Nasen-Rachen-Raum für Beschwerden sorgt, sondern auch zusätzlich in den "eine Etage tiefer" gelegenen Bronchien.

Ein "Etagenwechsel" der Allergie sollte dringend vermieden werden.

Sobald die Allergie-Diagnose feststeht, können gezielte Gegenmaßnahmen eingeleitet werden. Dabei gilt es vor allem, den Kontakt mit den auslösenden Allergenen soweit wie möglich zu vermeiden. Das ist einer der wichtigsten Tipps bei Allergien, denn so lassen sich die allergischen Beschwerden einfach und ohne Nebenwirkungen deutlich reduzieren.

In der Praxis lässt sich das allerdings nicht immer realisieren. Denn während man einigen Allergenen im Alltag durchaus gut ausweichen kann, sind andere - zum Beispiel Pollen während der Pollensaison oder Katzenallergene - so weit verbreitet, dass sich der Kontakt mit ihnen praktisch nicht vermeiden lässt.

Wenn Allergiesymptome auftreten, sollten diese nach Möglichkeit mit antiallergischen Medikamenten behandelt werden, um den Leidensdruck zu verringern und einer Verschlimmerung der Symptome entgegenzuwirken. Weil auf diesem Wege jedoch nur eine kurzfristige Besserung der Beschwerden erreicht werden kann, aber keine Behandlung der Allergieursachen möglich ist, sollte darüber hinaus im Gespräch mit dem Arzt geprüft werden, inwieweit für die betreffende Allergie auch eine Therapie zur Behandlung der Ursachen zur Verfügung steht.

Eine Behandlung der Allergieursachen, nämlich der Überreaktion des Immunsystems bei Kontakt mit bestimmten allergenen Substanzen, ist nur durch eine Hyposensibilisierung (spezifische Immuntherapie oder auch Allergie-Impfung genannt) möglich. Dabei handelt es sich um eine etwa drei Jahre dauernde Therapie, die bei vielen Allergien vom "Soforttyp" (Typ I), vor allem bei Heuschnupfen, gute Erfolgsaussichten bietet. Zwar kann dadurch die Sensibilisierung für das auslösende Allergen nicht beseitigt werden, doch das Immunsystem kann im Laufe der Therapie "lernen", dass die betreffenden Substanzen keine Gefahr darstellen.

In der Folge kommt es nicht mehr zu den überschießenden Abwehrreaktionen, die sich als allergische Beschwerden bemerkbar machen. Deshalb treten die Allergiesymptome nach einer erfolgreichen Hyposensibilisierung bei Kontakt mit dem Allergen nur noch schwächer oder gar nicht mehr auf, sodass auch weniger antiallergische Medikamente benötigt werden.

Allgemeine Tipps für Allergiker zusammengefasst

TippGrund
Bei Allergie-Verdacht Arzt aufsuchenDiagnose ist der erste Schritt zur Behandlung
Hyposensibilisierung starten

Aufbau einer natürlichen Toleranz

Linderung der Symptome

Dauerhafte Therapie

Allergischem Asthma vorbeugen

Entwicklung neuer Allergien vorbeugen

Auslösende Allergene meidenLinderung der Symptome
Antiallergische Medikamente nutzenLinderung der Symptome

Tipps für Pollenallergiker

Pollenallergiker haben es in der Pollenflugsaison schwer, den Kontakt mit den Allergenen zu vermeiden, denn Baum- oder Gräserpollen können kilometerweit fliegen. Wenn genau bekannt ist, welche Pollen die Allergie auslösen, kann es ggf. sinnvoll sein, entsprechende Pflanzen im Garten auszutauschen.

Verschiedene allergieauslösende Pollen in der Übersicht.

Einflussfaktoren, die die Heuschnupfen-Symptome verstärken können, sollten gemieden werden. Dazu zählen unter anderem Zigarettenrauch, Ozon oder auch gechlortes Wasser in Schwimmbädern.

Wenn die Augenbindehaut durch Pollen gereizt ist, sollten keine Kontaktlinsen getragen werden. Eine Sonnenbrille ist dagegen empfehlenswert.

Hilfreich ist es zudem, regelmäßig die Pollenflugvorhersage zu verfolgen. Ist eine besonders hohe Konzentration der allergieauslösenden Pollen zu erwarten, sollten Pollenallergiker auf unnötige Aufenthalte im Freien verzichten und die Fenster geschlossen halten. Pollen-Apps bieten darüber hinaus die Möglichkeit für eine individuelle Vorhersage für bestimmte Allergene am jeweiligen Aufenthaltsort.

  

Der Allergenkalender zeigt die Pollenbelastung über das Jahr verteilt.


Allgemein werden in ländlichen Gebieten morgens zwischen vier und sechs Uhr besonders hohe Pollenkonzentrationen registriert. Die günstigste Zeit zum Lüften liegt hier zwischen 18 Uhr und Mitternacht. In der Stadt hingegen fliegen in den Abendstunden besonders viele Pollen, während die Pollenkonzentration morgens von sechs bis acht Uhr relativ gering ist.

Wer die Möglichkeit hat, sollte seinen Urlaub möglichst zu der Zeit nehmen, in der die Pollenbelastung zu Hause besonders hoch ist. Bei der Wahl des Urlaubsortes sollten pollenarme oder -freie Regionen bevorzugt werden. Dazu zählen vor allem Inseln und Küstenregionen sowie Hochgebirgslagen ab etwa 1.500 bis 1.800 Meter aufwärts.

In Fahrzeugen sollten die Fenster in der Pollensaison geschlossen bleiben, und im Pkw kann ein Pollenfilter in der Lüftung beziehungsweise in der Klimaanlage helfen, die Pollenbelastung möglichst gering zu halten, sofern die Filter regelmäßig erneuert werden.  

Im Haushalt sollten zum Staubsaugen sollten nur Geräte mit einem HEPA-Filter (High Efficiency Particulate Airfilter) verwendet und alle glatten Bodenbeläge feucht gewischt werden.

In der Pollensaison sollte zudem vermieden werden, die Wäsche im Freien zu trocknen oder die Kleidung im Schlafzimmer zu wechseln. Die Haare sollten besser abends als morgens gewaschen werden, damit keine Pollen auf das Kopfkissen gelangen. Von körperlichen Anstrengungen und sportlicher Betätigung im Freien ist zu Zeiten mit starkem Pollenflug abzuraten.

Tipps zusammengefasst

  • Pollenflugvorhersage beachten und bei Ausflügen etc. entsprechend berücksichtigen
  • Allergieverstärkende Einflussfaktoren (Zigarettenrauch, Ozon, gechlortes Wasser) meiden
  • Bei Bindehautreizungen Kontaktlinsen rausnehmen
  • Lüften in der Stadt: Morgens
  • Lüften auf dem Land: Abends
  • Urlaub in den Hochgebirgen oder Küstenregionen verbringen
  • Pollenfilter in der Lüftung des Autos einsetzen
  • Keine Straßenkleidung im Schlafzimmer
  • Haare täglich waschen
Tipps für Pollenallergiker.

Tipps für Milbenallergiker

Wer auf Hausstaubmilben allergisch reagiert, hat es ebenfalls schwer, den Kontakt mit den Allergenen zu vermeiden. Milbenallergiker sollten vor allem die Allergenbelastung im Bett reduzieren, da die Milben dort besonders zahlreich vorkommen. Hilfreich sind Matratzen mit einem allergendichten Bezug (Encasing), milbendichte Allergiker-Bettwäsche und regelmäßiges Waschen der Bettwäsche bei wenigstens 60 Grad Celsius. Spätestens nach acht Jahren sollten Matratzen komplett ausgetauscht werden.

Wohn- und Arbeitsräume müssen stets trocken gehalten und gut gelüftet werden, um den Milben nicht die von ihnen bevorzugte hohe Luftfeuchtigkeit zu bieten. Zum Staubsaugen sollten nur Geräte mit HEPA-Filter genutzt werden. Kuscheltiere von Kindern sollten möglichst reduziert werden, waschbar sein oder von Zeit zu Zeit für zwei Tage eingefroren werden, um die Milbenbelastung zu reduzieren. Im Wohnbereich ist glatten Oberflächen der Vorzug zu geben und „Staubfänger“ aller Art sollten entfernt werden.

Bei einer Hausstauballergie ist die Chance, mit einer Hyposensibilisierung eine nachhaltige Besserung zu erreichen, ebenso wie bei Pollenallergien besonders groß. Das gilt vor allem, wenn seit dem ersten Auftreten der Allergie noch nicht viel Zeit vergangen ist oder wenn bei Kindern mit der Therapie schon im frühen Schulalter begonnen wird.

Tipps zusammengefasst

  • Nutzen Sie allergendichte Bettbezüge
  • Bettwäsche bei min. 60°C waschen
  • Entfernen Sie Staubfänger wie Teppiche, Felle, Bettvorleger, schwere Vorhänge, gepolsterte Sofas, offene Regale, Textiltapeten und Plüschtiere
  • Schlafzimmer trocken halten (Luftfeuchtigkeit < 50%)
  • Schlafzimmertemperatur bei ca. 16-17°C halten
  • Nutzen Sie Staubsauger mit HEPA-Filter
Tipps für Milbenallergiker.

Tipps für Schimmelpilzallergiker

Bei einer Schimmelpilzallergie ist es besonders wichtig, dass die Belastung mit Schimmelpilzsporen so gering wie möglich gehalten wird. Dazu trägt vor allem regelmäßiges Stoß- oder Querlüften bei. Die relative Luftfeuchte sollte idealerweise im Bereich von 40 bis 60 Prozent liegen.

Stellen, an denen die Luftzirkulation eingeschränkt ist oder wo sich Feuchtigkeit sammeln könnte, sollten regelmäßig auf Stockfleckenbildung oder Schimmelpilzbefall kontrolliert werden. Besonders gefährdet sind die Wände hinter Schränken, Holzverkleidungen oder Kacheln. Die Verwendung von Silikatfarben und Kalkputz wirkt der Ansiedlung von Schimmelpilzen entgegen.

In der Küche sollten Lebensmittel möglichst frisch verarbeitet und verzehrt werden. Die Lagerzeiten sollten so kurz wie möglich sein. Bei Obst und Gemüse ist eine Aufbewahrung im Kühlschrank vorzuziehen. Küchenabfälle sollten nicht lange liegenbleiben und rasch beseitigt werden.

Wer an einer Schimmelpilzallergie leidet, sollte auf Luftbefeuchter an Heizkörpern sowie auf Zimmerpflanzen im Schlafzimmer verzichten. Generell sollten Zimmerpflanzen sparsam gegossen und die Erde in den Blumentöpfen häufiger ausgetauscht werden. Bei der Gartenarbeit sollten Schimmelpilzallergiker den Kontakt mit abgestorbenen Pflanzenteilen und Kompost möglichst meiden.

Tipps zusammengefasst

  • Kurzes Stoßlüften, kein dauerhaftes Lüften
  • Regelmäßige Kontrolle gefährdeter Wohnungsbereiche
  • Verwendung von Silikatfarben und Kalkputz
  • Auf Belüftungs- und Klimaanlagen verzichten
  • Auf Luftbefeuchter verzichten
  • Entfernen Sie Topfpflanzen
  • Vermeiden Sie Gartenarbeiten mit abgestorbenen Pflanzenteilen und Kompost
  • Schälen Sie Obst und Gemüse vor dem Verzehr
  • Lagern Sie Obst und Gemüse im Kühlschrank
  • Bewahren Sie Nahrungsmittel in geschlossenen Behältnissen auf

Tipps für Tierhaarallergiker

Tierhaarallergiker haben es insofern schwer, weil sich Tierhaare und die daran haftenden auslösenden Allergene, insbesondere Katzenallergene, sehr weit verbreiten können. Dennoch ist es sinnvoll den Kontakt zu Tieren bewusst zu meiden und auf das Halten von Haustieren zu verzichten. Beim Kauf von Kleidung, Bettzeug, Matratzen, Teppiche oder Polstermöbeln sollten Produkte gewählt werden, die nicht unter Verwendung von Tierhaaren oder Vogelfedern hergestellt worden sind.

Grundsätzlich sollten Haustiere nicht im Bett schlafen oder auf Polstermöbeln liegen dürfen. Nach Kontakt mit Tieren, ist ein gründliches Waschen der Hände notwendig. In der Wohnung sollte täglich Staub gesaugt und glatte Bodenflächen feucht gewischt werden.

Tipps zusammengefasst

  • Verzichten Sie auf das Halten von Haustieren
  • Kaufen Sie nur Produkte, in denen keine Tierhaare oder Vogelfedern Verwendung finden
  • Vermeiden Sie Aufenthalte auf Bauernhöfen
  • Vermeiden Sie Besuch von Tierhaltern

Tipps für Insektengiftallergiker

Der beste Schutz für Insektengiftallergiker ist sicherlich die Stichvermeidung. Gerade in den Sommermonaten sind dabei einige Verhaltensweisen zu beachten, um die Wahrscheinlichkeit eines Stiches so gering wie möglich zu halten.

Insektenflugzeiten im Überblick.


Wenn Sie sich im Freien aufhalten, sollten Sie auf süße Speisen und Getränke verzichten, da dadurch die Insekten angelockt werden. Wenn sich dennoch ein Insekt in Ihrer Nähe befindet, sollten Sie Ruhe bewahren und hektische, ruckartige Bewegungen vermeiden, da diese das Insekt unter Umständen aggressiv machen.  

Insektengiftallergiker sollten immer geschlossene Schuhe tragen, da sich die Insekten häufig in Bodennähe aufhalten.

Eng anliegende, helle, aber keine bunte Kleidung ist sinnvoll. In weiten Kleidern können sich die Insekten verfangen, helle Kleidung zieht Insekten nicht so stark an, wie bunte oder dunkle Kleidung.  

Sollte es dennoch zu einem Insektenstich kommen, ist es extrem wichtig, dass Allergiker immer ein Notfallset bei sich tragen, mit dessen Umgang sie vertraut sind. Im Idealfall wissen auch Begleitpersonen um die Allergie und können im Notfall die entsprechenden Maßnahmen ergreifen.

Tipps zusammengefasst

  • Auf süße Speisen und Getränke im Freien verzichten
  • Hektische und ruckartige Bewegungen vermeiden
  • Geschlossene Schuhe und entsprechende Kleidung tragen
  • Notfallset bei sich tragen und anwenden können 
Tipps für Insektengiftallergiker.

Tipps für Zuhause

  • Lüften – gewusst wann! Auf dem Land sollten Sie stets nur abends lüften, in der Stadt am frühen Morgen. Denn: Dann fliegen die wenigsten Pollen.
  • Vorsicht, ungebetene Gäste: Pollen bleiben gerne an Kleidern haften. Diese im Freien zu trocknen oder sich im Schlafzimmer umzukleiden ist für Pollenallergiker tabu!
  • Abendliches Haare waschen oder kräftiges Ausbürsten verhindert, dass Sie im Schlaf die Pollen einatmen.
  • Pollen an Möbelstücken? Das muss nicht sein. Einfach mit einem feuchten Lappen abwischen.
  • Waschen Sie Ihre Kleidung und das Bettzeug mindestens eine Stunde bei wenigstens 60 Grad, um Milben abzutöten.
  • Um Milben in Stofftieren abzutöten, stecken Sie diese 24 Stunden in die Gefriertruhe.
  • Um die Milbenausbreitung im Bett zu mindern, helfen milben- und allergendichte Bezüge für Matratzen. Achten Sie beim Einkauf darauf, dass die angegebene Porengröße der Bezüge 1,0 µm nicht überschreitet und das Material wasserdampfdurchlässig ist.
  • Ihr Schlafzimmer sollte gut gelüftet und trocken sein und eine maximale Temperatur von 16 - 18 Grad haben. Stellen Sie sicher, dass es frei von Schimmelpilzbefall ist.
  • Meiden Sie Tabakrauch: dieser strapaziert die Atemwege und fördert allergische Reaktionen.
  • Vorsicht bei Haustieren! Es besteht die Gefahr, dass Sie auch auf die Tierhaare allergisch reagieren. Erkundigen Sie sich vorab, welche Tiere für Allergiker geeignet sind.
  • Belüftungs- und Klimaanlagen sind ideale Wohnstätten für Schimmelpilze, und sie sorgen überdies für die Verbreitung ihrer Sporen. Verzichten Sie daher nach Möglichkeit darauf.
  • Einige Schimmelpilze leben bevorzugt in Blumenerde. Daher sollten Sie Blumentöpfe aus der Wohnung entfernen.

Tipps für den Garten

  • Sport und Gartenarbeit sind gesund und halten fit. Allergiker sollten während der Pollensaison lieber die Beine hoch legen!
  • Beim Rasenmähen werden große Mengen an Pollen aufgewirbelt. Allergiker dürfen diese Arbeit guten Gewissens delegieren.
  • Bei der Arbeit im Freien sollten Sie körperbedeckende Kleidung tragen.
  • Halten Sie Ihre Mülltonne verschlossen: Abfall zieht Wespen an.
  • Bienen halten sich auf oder in der Nähe von Blumen und Blüten auf, Wespen unter anderem bei überreifen Früchten und Fallobst. Seien Sie dort vorsichtig oder meiden Sie dies nach Möglichkeit.
  • Verzichten Sie auf das Umsetzen des Komposthaufens, bzw. beauftragen Sie jemanden damit. Denn dabei werden große Mengen an Pilzsporen aufgewirbelt.

Tipps für den Sport

  • Da Sportler aufgrund der körperlichen Belastung tiefer und häufiger einatmen, sind sie der Pollenbelastung besonders stark ausgesetzt. Wer unter starken Symptomen leidet, sollte seinen Trainingsplan mit einem Allergologen absprechen.
  • Wer bereits antiallergische Medikamente, sogenannte Antihistaminika, einnimmt, sollte darauf beim Outdoor-Training nicht verzichten.
  • Hören Sie auf Ihren Körper. Wenn Sie sich geschwächt fühlen, belasten Sie sich weniger intensiv als sonst. Denn je größer die Anstrengung, desto höher ist die Pollenbelastung in den oberen Atemwegen
  • Richten Sie Ihren Trainingsplan nach der Pollenbelastung in der Luft: Auf dem Land ist die Pollenbelastung abends, in der Stadt morgens am geringsten.
  • Trainieren Sie wenn möglich während oder direkt nach einem Regenschauer. Dann befinden sich weniger Pollen in der Luft. Aber Achtung! Ein Gewittersturm kann Schimmelpilzsporen aufwirbeln.

Tipps für Unterwegs

  • Im Auto schützt sich der Allergiker mit einem speziellen Pollenfilter gegen Unfälle durch Niesattacken.
  • Starten Sie gut informiert in den Tag – die Pollen-App sagt Ihnen, wann Sie für eine Attacke gerüstet sein müssen!
  • Spazierengehen tut gut und ist gesund. Doch nicht, wenn die Pollen fliegen. Wer trotzdem frische Luft schnappen möchte, bevorzugt Laubwälder. Denn: Laub-Blätter sind natürliche Pollenfilter.
  • Schlagen Sie den Pollen ein Schnippchen und planen Sie Ihren Urlaub clever: Hochgebirge oder Küstenregionen mit überwiegend Seewind hilft, die Hochsaison „Ihrer“ Pollen zu umgehen.
  • Insekten lieben Düfte. Verzichten Sie daher möglichst auf Haarspray, Parfüm und duftende Hautpflegemittel. Auch Schweißgeruch zieht die Insekten an.
  • Bei der Urlaubsplanung sollten Sie nach Hotels fragen, die Zimmer für Allergiker anbieten.
  • Da der Geruch von Speisen und Getränken Wespen anlockt, sollten Sie auf Picknicks und Essen im Freien, vor allem im Spätsommer verzichten.

Fazit

Auch wenn sich das nicht immer vollständig umsetzen lässt, ist der Verzicht auf den Kontakt mit den auslösenden Allergenen bei jeder Form von Allergie anzustreben. Dazu tragen unsere Tipps für Allergiker bei, die auch im Alltag realisierbar sind.

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