Sind Sie Allergiker?

Was wünschen Sie sich, um besser gegen Ihre Allergie gewappnet zu sein?

Lesedauer: ca. 2min 15s
20.12.2016

Frühe Belastung durch Milbenallergene hat Spätfolgen

Wissenschaftler der Charité in Berlin haben herausgefunden, welche Moleküle der Hausstaubmilbe das Immunsystem jener Kinder belasten, die einen allergischen Schnupfen und Asthma entwickeln. [1]

In einer deutschlandweiten Allergiestudie haben 722 Kinder seit ihrem Geburtsjahr (1990) über 20 Jahre hinweg regelmäßig an Befragungen und Untersuchungen teilgenommen. Die Auswertungen der Daten und Blutproben geben erstmals Einblicke in die Ursprünge und die Entwicklung der Immunantwort von der Kindheit bis hin zum jungen Erwachsenen.

Die Forscher entdeckten, dass bereits Vorschulkinder Antikörper* gegen drei Hausstaubmilbenmoleküle im Blut hatten - oftmals bevor sich eine Erkrankung überhaupt zeigte. Bei einigen Kindern folgte eine sogenannte Sensibilisierungskaskade“. Das bedeutet, dass sich nach und nach zunehmend verschiedene Antikörper gegen weitere Milbenmoleküle bildeten.

Die Ergebnisse der Auswertung zeigen folgendes:

  • Kinder, die gegen eine Vielzahl von Milbenmolekülen Antikörper bildeten, haben ein höheres Risiko, im Laufe ihres Lebens an einem allergischen Schnupfen oder Asthma zu erkranken.
  • Kinder, die schon in sehr jungen Jahren erste Antikörper gebildet hatten und bei denen zudem ein oder zwei Elternteile an Heuschnupfen litten, hatten eine höhere Wahrscheinlichkeit eine Allergie zu entwickeln.
  • Gesunde Vorschulkinder, die bereits Antikörper gegen zwei bestimmte Milbenmoleküle produzierten, entwickelten häufiger Asthma im Schulalter.

Laut Dr. Daniela Posa, Erstautorin der Studie, entwickelt sich die Hausstaubmilbenallergie in der Kindheit wie eine Lawine. Sie beginnt früh mit der Bildung von Antikörpern auf nur wenige Moleküle und umfasst im weiteren Verlauf ein immer breiteres Molekülspektrum. Je breiter die Streuung ist, desto höher ist das Risiko, später Asthma zu entwickeln.

Die Wissenschaftler der Studie sind davon überzeugt, dass diese Erkenntnisse neue Perspektiven in der Prävention und Therapie der Hausstaubmilben eröffnen.

 

Weitere Informationen zu Allergien bei Kindern finden Sie auch unter www.allergiecheck.de/allergie/allergien-bei-kindern.html

 

* Eiweiße im Blut, die Hinweise über Allergien geben können.

 

 

 

 


[1] J Allergy Clin Immunol 2016; online 2015

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