Wie behandeln Sie Ihre Allergie vorwiegend?
Lesedauer: ca. 9min

Asthma

Das Wichtigste auf einen Blick

Als Asthma werden verschiedene Formen von chronisch verlaufenden, entzündlichen Atemwegserkrankungen bezeichnet, deren zentrales Symptom das anfallsweise Auftreten von Atemnot ist. Einer Asthmaerkrankung liegt eine Überempfindlichkeit gegenüber bestimmten Substanzen oder Umwelteinflüssen zugrunde. Asthma ist zwar nicht heilbar, kann aber durch eine entsprechende Lebensweise und geeignete Medikamente gut kontrolliert werden.

Facharztsuche von Allergiecheck.de: Finden Sie einen Allergologen in Ihrer Nähe

Facharztsuche

Ein Allergologe oder ein allergologisch tätiger Facharzt (Pneumologe, HNO-, Haut- oder Hausarzt) kann mit verschiedenen Diagnoseverfahren die Auslöser Ihrer Allergie feststellen. Über unsere Facharztsuche finden Sie schnell und einfach einen Ansprechpartner in Ihrer Nähe. 

Asthma bronchiale, umgangssprachlich in der Regel nur kurz als Asthma bezeichnet, ist der Oberbegriff für verschiedene Formen von chronischen, entzündlichen Atemwegserkrankungen, die für die Betroffenen häufig mit einem großen Leidensdruck verbunden sind. Oft tritt Asthma als Folge oder in Kombination mit einer Allergie auf. Eine frühzeitige Diagnose und die richtige Behandlung können die Lebensqualität von Asthmapatienten spürbar verbessern.

Was ist Asthma?

Die Bezeichnung Asthma stammt aus dem Griechischen und steht für "Beklemmung" oder "Atemnot", womit zugleich das markanteste Symptom der Erkrankung umschrieben ist. Asthma stellt sich als heterogenes Krankheitsbild dar. Es gibt verschiedene Formen, die entzündlich und chronisch verlaufen können und die Lebensqualität der Betroffenen erheblich beeinträchtigen. Asthma geht mit einer dauerhaft bestehenden Überempfindlichkeit gegenüber bestimmten Substanzen und Umwelteinflüssen einher. Bei einem allergischen Asthma werden die Atemwege durch die Allergene ständig gereizt, was zur Aufrechterhaltung eines Entzündungsprozesses führt. In der Folge ist die Schleimhaut so empfindlich, dass sie auch auf andere Reize wie z. B. kalte Luft oder Tabakrauch reagiert.

Insgesamt sind in Deutschland sieben bis zehn Prozent aller Kinder sowie etwa fünf Prozent der Erwachsenen von Asthma bronchiale betroffen.

Ursachen: So kann Asthma entstehen

Im Laufe der Jahre kann sich aus einer Allergie der oberen Atemwege, dem sogenannten Heuschnupfen, auch eine Allergie der unteren Atemwege entwickeln, dem Asthma. Dieser Prozess wird auch als „Etagenwechsel“ bezeichnet, wobei der Begriff eigentlich nicht richtig ist, denn es findet ja eine Ausweitung der Erkrankung statt und nicht eine Verlagerung. Von daher sollte man eher vom „allergischen Marsch“ sprechen. Reaktionen wie eine vermehrte Schleimsekretion, ein Verkrampfen der Bronchialmuskulatur sowie die Schwellung der Bronchialschleimhaut führen beim Asthma zur sogenannten Bronchialobstruktion, einer Erhöhung des Atemwegswiderstandes. Diese für einen Asthmaanfall typische Atemnot wird durch eine Verengung der Atemwege verursacht, welche beim allergischen Asthma durch den Kontakt mit bestimmten Allergenen ausgelöst wird. Auch Medikamente, Infektionen oder eine Refluxerkrankung können einen Asthmaanfall auslösen.

Infografik: Die Hauptursache für Asthma sind Allergien

Welche Symptome treten bei Asthma auf?

Eine Asthmaerkrankung manifestiert sich anfallsweise, oftmals nachts oder am frühen Morgen. Zwischen den einzelnen Anfällen, im beschwerdefreien Intervall, sind bei den Betroffenen meist keine Symptome zu beobachten. Im fortgeschrittenen Stadium können sich Husten und Atemnot jedoch auch zwischen den Anfällen bemerkbar machen. Während eines Asthmaanfalls tritt typischerweise eine akute Luftnot auf. Charakteristisch ist dabei, dass insbesondere das Ausatmen erschwert ist und häufig von pfeifenden Geräuschen begleitet wird. Einige Betroffene müssen während eines Asthmaanfalls husten oder erleiden regelrechte Hustenanfälle, oft mit glasigem, zähem Schleim. Da bei Kindern vor allem der Husten als Symptom im Fokus steht, wird bei ihnen eine Asthmaerkrankung oft erst relativ spät diagnostiziert. Als Folge der Atmungsprobleme während eines Asthmaanfalls kann es auch zu Angstzuständen und Unruhe, Sprechschwierigkeiten oder Übelkeit kommen.

Mögliche Asthmasymptome im Überblick: 

  • Husten und Hustenanfälle
  • Pfeifendes Geräusch beim Ausatmen
  • Atemnot insbesondere während eines Asthmaanfalls

Im Unterschied zu anderen obstruktiven Lungenkrankheiten lässt sich die Atemnot bei Asthma jedoch mithilfe entsprechender Medikamente zumindest teilweise wieder aufheben. Typisch für allergisches Asthma ist, dass die asthmatischen Beschwerden bereits wenige Minuten nach dem Kontakt mit der auslösenden Substanz auftreten und dass es bei etwa jedem zweiten Betroffenen nach sechs bis zehn Stunden zu einem zweiten Schub mit entsprechenden Beschwerden kommt.

Wie wird Asthma diagnostiziert?

Um eine Asthmaerkrankung diagnostizieren zu können, werden verschiedene Diagnoseverfahren und -Methoden miteinander kombiniert. Besonders wichtig ist dabei die Abgrenzung beziehungsweise der Ausschluss von anderen Erkrankungen der Atemwege, die ähnliche Symptome wie Asthma hervorrufen können, so beispielsweise Bronchitis, Keuchhusten, Mukoviszidose oder das Einatmen von Fremdkörpern.

Zunächst erfolgt eine gründliche Anamnese, das heißt, die Erhebung der Krankengeschichte durch den Arzt. Im Gespräch lässt sich dieser vom Patienten die aufgetretenen Symptome und Beschwerden schildern und fragt nach auffälligen Beobachtungen, nach ähnlichen Krankheitsfällen in der Familie sowie nach besonderen Belastungsfaktoren und Allergen-Expositionen im privaten oder beruflichen Umfeld. Auf die Anamnese folgen in der Regel das gründliche Abhören der Lunge, im Zweifel auch Röntgenaufnahmen, sowie vor allem Lungenfunktions- und Allergietests. Mithilfe von Lungenfunktionstests lassen sich genauere Informationen über die Beeinträchtigung der Atemfunktion gewinnen. Treten die asthmatischen Beschwerden vor allem bei körperlichen Anstrengungen auf, kann ein Lungenfunktionstest auch unter körperlicher Belastung durchgeführt werden. Wenn der Verdacht auf eine allergische Asthmaerkrankung besteht, ist es wichtig, möglichst genaue Erkenntnisse über die Auslöser der Allergie zu erhalten. Hierzu werden vor allem Allergietests wie der Prick-Test oder entsprechende Blutuntersuchungen im Labor durchgeführt. In einigen Fällen können auch sogenannte inhalative Provokationstests sinnvoll sein, bei denen der Patient unter ärztlicher Kontrolle das als Auslöser vermutete Allergen einatmet, um die dadurch ausgelösten Reaktionen zu testen.

Kostenloser Online-Allergietest von Allergiecheck.de

Online-Allergietest

Nutzen Sie den kurzen Online-Allergietest um herauszufinden, ob bei Ihnen möglicherweise eine Allergie vorliegt. Zeigt Ihr Testergebnis, dass Ihre Beschwerden womöglich eine allergische Ursache haben, wenden Sie sich am besten an einen Allergologen.

Facharztsuche von Allergiecheck.de: Finden Sie einen Allergologen in Ihrer Nähe

Facharztsuche

Über die Facharztsuche von Allergiecheck.de finden Sie schnell und einfach einen Allergologen in Ihrer Nähe. Ein Allergologe oder ein allergologisch tätiger Facharzt (Pneumologe, HNO-, Haut- oder Hausarzt) kann einen Pricktest oder einen Bluttest durchführen.

Wie lässt sich Asthma behandeln?

Asthma lässt sich bislang zwar nicht heilen, kann aber mithilfe von Medikamenten oft kontrolliert werden. Der Fokus liegt dabei auf dem Lindern der Beschwerden sowie auf dem Erhalten der Lebensqualität und der körperlichen Leistungsfähigkeit. Bei optimaler Therapie können Asthma-Patienten körperlich ebenso leistungsfähig sein wie Gesunde. Bei der Behandlung von Asthma wird zwischen der akuten Behandlung der Asthmaanfälle (auch als Bedarfsbehandlung bezeichnet) und der Langzeitbehandlung unterschieden. Bei akuten Asthmaanfällen geht es vor allem darum, die Atemnot zu beseitigen. Hierzu werden Medikamente eingesetzt, die ihre Wirkung schnell entfalten und fallweise zum Einsatz kommen. Sie werden als Reliever bezeichnet. Darunter haben sich besonders sogenannte Dosieraerosole etabliert, die auch als Asthmaspray, Pulverinhalator oder Vernebler zur Verfügung stehen. Diese können von den Patienten im Alltag unkompliziert mitgeführt und im Bedarfsfall schnell angewandt werden. Ist eine Dauermedikation vonnöten, werden vom Facharzt sogenannte Controller verschrieben. Dabei handelt es sich um inhalative Steroide, die regelmäßig inhaliert werden müssen, um den Entzündungsprozess zu verringern. Reliever und Controller stehen einzeln oder als Kombination für verschiedene Inhalationsgeräte und -Formen zur Verfügung. Um eine Dauermedikation mit Relievern, die langfristig schädlich wäre, zu vermeiden, werden meistens fixe Kombinationen bevorzugt.

Bei leichtem bis mittelgradigem allergischem Asthma, manchmal sogar bei nicht gut kontrollierbarem Asthma kann eine Hyposensibilisierung sehr hilfreich sein. Auch zur Vorbeugung von allergischem Asthma kann eine Hyposensibilisierung eingesetzt werden. Darüber kann nur ein Allergologe je nach Ausprägung des Krankheitsbildes entscheiden. Wichtig ist auch die Schulung der Patienten, damit diese bei Anfällen ruhig und richtig reagieren. Diese Aufklärung dient ebenfalls dazu, die Krankheit besser zu verstehen, um sich im Alltag darauf einstellen zu können und die Auslöser der Erkrankung so weit wie möglich zu vermeiden. Last, but not least sollte eine Asthmaerkrankung in ihrem Verlauf immer durch einen Arzt und durch den Betroffenen selbst beobachtet werden, um gegebenenfalls rechtzeitig auf Veränderungen oder Verschlimmerungen reagieren zu können.

Nach oben

DIESE WEBSEITE VERWENDET COOKIES

Durch Cookies von sozialen Medien und Werbecookies von Drittparteien haben Sie Zugriff auf Social-Media-Funktionen und erhalten personalisierte Werbung. Die Cookies erlauben uns die Ausspielung von redaktionellen und werblichen Inhalten sowie die Analyse des Nutzerverhaltens. Mehr Informationen finden Sie in den "Cookie-Einstellungen" unten auf der Website.

Schließen

Sie können die Verwendung von Cookies und die damit verbundene Verarbeitung Ihrer persönlichen Daten hier jederzeit wiederrufen.